Verzehrsfälle

Die ZMP – das sind die, die die Preise für Nahrungsmittel aus der Landwirtschaft beobachten – hat sich der Entwicklung im deutschen Schnellimbiss-Wesen angenommen und festgestellt:

„Die Tops und Flops bei der Wahl der Speisen hing eng zusammen mit der Entwicklung in den Segmenten. Speisen für den schnellen Konsum sowie vegetarische Hauptgerichte waren die Renner. Das größte Wachstum mit einem Plus von 7,2 Prozent bei den Verzehrsfällen verbuchten die Fleischsnacks für sich, wobei dieser Zuwachs fast ausschließlich aus dem Schnellverpflegungsbereich stammte. Hier waren es in erster Linie die großen Burgerketten, die durch Promotion dem Markt neue Impulse gaben.“

Wenn wir also übermorgen mal wieder zu McDonald’s gehen, dann ist das nicht etwa ernährungsphysiologisch fahrlässig, eine Verzweiflungstat aus akutem Hunger oder einfach nur ein leckerer Schmaus, nein, dann begehen wir einen Verzehrsfall. Gut, wir sagen Bescheid, für die nächste Statistik zum Imbissverhalten der Deutschen.

Fast ebenso komisch ist die Promotion, die die Burgerketten da betreiben. Klingt extrem wissenschaftlich, gemeint ist aber wohl die tagtägliche Werbeschlacht.

Abgesehen davon ergibt der doppelte Plural in Tops und Flops natürlich kein Singular, Sprache ist schließlich nicht Mathematik. Zum Glück.

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