15. Dezember 2005 - 19:51 Uhr
Die “Pressenotiz der Bristol Group Deutschland GmbH – Vorweihnachtliche Überraschung” tut kund: Die Bristols haben in ihrem Keller den Baumschmuck gesucht, stattdessen alte Software gefunden und sind in Nostalgie verfallen.
“Die Technik erzählte Geschichten von der Zeit, als die Installation von Firewalls noch richtige Männerarbeit war. Das Marketing lobte sich in den höchsten Tönen über die heere Missionarsarbeit, die für das Thema IT-Security damals geleistet wurde. Die Gesichter der Trainer strahlten vor übernatürlichem Glanz, den man sonst nur bei göttlichen Wesen erwartet.”
Soviel göttlicher Glanz hat den Pressebeauftragten nicht nur um sein Deutsch, sondern auch um seine professionelle Distanz gebracht:
“Gibt es noch andere Überlebende/Sich-Erinnernde aus der guten alten Check Point Zeit? Gibt es vielleicht jemanden, der eine ältere Firewall-1 Version (älter 2.0) besitzt als wir? Sendet uns das, was Ihr habt.”
Bristol will nämlich ein Check-Point-Museum gründen. Wir plädieren: Erstmal Baumschmücken.
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14. Dezember 2005 - 18:25 Uhr
Heute freuen wir uns über diese Überschrift:
“Beta Systems komplettiert Portfolio im Identity Management – Enterprise Single Sign-On Komponente erweitert die SAM Identity Management Suite”
Alles klar? Nee… klar… na… klar! Ähm, bravo!?
Simone, eimal mehr: danke!
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12. Dezember 2005 - 20:02 Uhr
Der österreichische Versicherungskonzern UNIQUA und der Computerhersteller IBM wollen mit einer neuen Autoversicherung eine ganz spezielle Klientel ansprechen:
“Zielgruppe der neuen Versicherung sind Autofahrer, die wenig fahren und daher günstiger kommen.”
Was auch immer das eine mit dem anderen zu tun hat – wir wünschen gute Fahrt.
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12. Dezember 2005 - 19:28 Uhr
Die meisten IT-Journalisten haben nach der Cebit die Grippe, jetzt können wir uns vorher schon TBC holen: Die Agentur SM:ILe Communication verschickt für das Presseforum 2006 diese Referentenliste:
“Es freuen sich folgende Sprecher auf Sie:
Wolfgang Franklin, Vorstandsvorsitzender, CIOFORUM e.V.,
Reinhold Umminger, Projektleiter CeBIT, Deutsche Messe AG
– tbc, IBM Systems Architect, IBM Deutschland GmbH
- Erich Kamperschroer, Chairman DECT Forum
- Dr. Michael Neuhäuser, Director Program Management Digital Cordless, Infineon Technologies
- …”
Wir danken vielmals für die Einladung und werden uns anmelden, sobald wir einen Impftermin haben.
P.S.: Auf der Website findet der hypochondrische Journalist dann Erleichterung: Thomas Harrer wird für IBM sprechen.
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9. Dezember 2005 - 15:02 Uhr
Da wir an dieser Stelle so gerne meckern, müssen wir jetzt auch mal wen loben. Ein lautes “Bravo” rufen wir den Damen und Herren der Aachener Polizeipressestelle zu, die uns heute mitteilen:
“Liebe Medienvertreter, wir schließen ab 15.00 Uhr hier ab und gehen Weihnachten feiern. Wie gehabt übernimmt dann die Leitstelle “Robert” die Pressearbeit. Recherchieren können die Jungs dann zwar nicht mehr aber alles andere haben die drauf.”
Selten haben wir einen Pressetext so gut verstanden. Frohes Fest. Prost.
Danke für den Tipp, Simone.
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8. Dezember 2005 - 15:46 Uhr
Immer wenn wir Dinge lesen, wie zum Beispiel das hier in einer Verlautbarung der Gegen-illegale-Software-Vereinigung BSA:
“…den Anteil illegaler Software von derzeit 29 auf 19 Prozent zu senken…”
dann möchten wir baff vor Erstaunen ehrfürchtig niederknien und nur noch kleinlaut sagen: Toll, was ihr alles wisst. Doch im nächsten Moment schon reißen wir uns wieder zusammen.
Denn woher sollten diese Daten stammen. Zu illegal kopierter Software kann es ebenso wenig eine valide Statistik geben wie zu illegal kopierter Musik und Schmuggelware. Denn kein Unternehmer kreuzt in seiner Steuererklärung das Kästchen an, neben dem steht: “Ich setze so genannte Raubkopien ein.” Und auch Umfragen dürfen nicht zu verwertbaren Daten führen.
Insofern ist natürlich auch der Satz im Ganzen nichts als Unsinn:
“Demnach könnten bis 2009 in der deutschen IT-Wirtschaft über 115.000 neue Arbeitsplätze entstehen, wenn es gelingen würde, den Anteil illegaler Software von derzeit 29 auf 19 Prozent zu senken.”
Und wie viele Arbeitsplätze gingen verloren, wenn alle Kleinunternehmer kurz vor der Pleite ihre Software bezahlen würden?
Ergänzend sei bemerkt: Wir halten nichts vom Einsatz illegal kopierter Software. Was wir hingegen gerne mögen ist Open Source.
Nachtrag: Manche halten die Studie offenbar für sinnvoll.
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