Studien und Statistiken

Immer wenn wir Dinge lesen, wie zum Beispiel das hier in einer Verlautbarung der Gegen-illegale-Software-Vereinigung BSA:

„…den Anteil illegaler Software von derzeit 29 auf 19 Prozent zu senken…“

dann möchten wir baff vor Erstaunen ehrfürchtig niederknien und nur noch kleinlaut sagen: Toll, was ihr alles wisst. Doch im nächsten Moment schon reißen wir uns wieder zusammen.

Denn woher sollten diese Daten stammen. Zu illegal kopierter Software kann es ebenso wenig eine valide Statistik geben wie zu illegal kopierter Musik und Schmuggelware. Denn kein Unternehmer kreuzt in seiner Steuererklärung das Kästchen an, neben dem steht: „Ich setze so genannte Raubkopien ein.“ Und auch Umfragen dürfen nicht zu verwertbaren Daten führen.

Insofern ist natürlich auch der Satz im Ganzen nichts als Unsinn:

„Demnach könnten bis 2009 in der deutschen IT-Wirtschaft über 115.000 neue Arbeitsplätze entstehen, wenn es gelingen würde, den Anteil illegaler Software von derzeit 29 auf 19 Prozent zu senken.“

Und wie viele Arbeitsplätze gingen verloren, wenn alle Kleinunternehmer kurz vor der Pleite ihre Software bezahlen würden?

Ergänzend sei bemerkt: Wir halten nichts vom Einsatz illegal kopierter Software. Was wir hingegen gerne mögen ist Open Source.

Nachtrag: Manche halten die Studie offenbar für sinnvoll.

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