Das Jederfraumedium

Weblogs gelten nicht ohne Grund als Jedermann-Medium. Kost schließlich nix so ein Netz-Journal. Einen Platz für die eigenen Gedanken gibt es inzwischen an fast jeder Ecke. Selbst mit eigener Internetadresse ist so ein Blog im Jahr kaum teurer als ein Kneipenabend.

Bei Merkels Video-Podcast sieht das anders aus. 26 000 Euro haben die ersten vier Folgen gekostet, schreibt das „Handelsblatt“. Ok, Video ist ein wenig aufwändiger als Text. Aber 6500 Euro für knapp drei Minuten Kanzlerin hinter Tisch vor Hintergrund beim Text ablesen filmen? Üppig. Erinnert mich ein kleinwenig an Honorare, von denen ich hier gelesen habe.

Logisch, dass sich die Berliner Agentur RCC nun auch für den Folgeauftrag bewirbt. Im Unterschied zur ersten Serie wird der aber ausgeschrieben. Das war beim ersten Durchlauf nach Haushaltsrecht wohl nicht notwendig, wegen der „künstlerischen Ideen“.

Nachtrag: Da hat noch jemand Zeitung gelesen.

Nachtrag 2: stern.de hat auch nach dem Preis gefragt und wird gelesen.

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0 Antworten auf Das Jederfraumedium

  1. Christiane S-H sagt:

    Alles eine Frage des Überbaus – Merkels Podcast ist schließlich neueste Kommunikation. Das kostet.

  2. bjoern sagt:

    Dann muss der Überbau ja nur noch die Bodenhaftung finden.