16. September 2006 - 09:56 Uhr
Microsoft ist mächtig stolz auf Windows Vista. Wir dürfen uns heute schon auf ein “ganz neues Musikerlebnis freuen”, später dann mit der “bahnbrechenden Benutzeroberfläche” suchen und organisieren, Fotos und Videos “noch leichter und vielfältiger genießen” und obendrein fernsehen.
Doch das ist nicht alles: Vista schafft auch Jobs, 50.000 allein in Europa, hat Microsoft die Marktforscher von IDC herausfinden lassen.
“Windows Vista wird der Job-Motor in der IT-Branche. Vom Erfolg unseres neuen Betriebssystems wird nicht nur Microsoft profitieren, sondern die gesamte europäische IT-Branche, insbesondere in Deutschland.”
Microsoft verrät uns allerdings nicht, was all die Menschen tun werden. Wir können nur vermuten: ganz neue Sicherheitslücken stopfen ist sicher eine Möglichkeit, Anwendern das bahnbrechende an der Benutzeroberfläche erklären eine andere, also nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass sich Vista nicht selbst erklärt.
Passieren soll das alles schon im nächsten Jahr, immerhin. Vielleicht kommt Vista also tatsächlich im Januar. Oder auch nicht.
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6. September 2006 - 09:16 Uhr
Auch andere lesen gerne mal eine hübsche Pressmitteilung. Extrem anregend ist das, wenn Giesbert es öffentlich tut.
Mein Liebling ist dieser Satz:
“Besonders apart wird die Sache, wenn sich Deutsch mit englischen Einsprengseln zu Sätzen von betörender Dämlichkeit windet, um in der Schlusskurve den Anschluss zu verpassen:”
Über dieses Zitat:
“Jede dieser Verbindungen wird über einen von zahlreichen Characters in höchster Grafikqualität repräsentiert, deren Fähigkeit zu Emotionen eine neue kreative Dimension schaffen und gewohnte Hilfsmittel wie Icons, Smilies oder Grußkarten als steif und veraltet aussehen lassen.”
Das Original findet sich hier.
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1. September 2006 - 14:27 Uhr
Journalisten sind faul, das ist bekannt. Und Sadisten sind sie noch dazu: Sie verstümmeln Firmennamen unter dem Banner der Lesbarkeit, nur weil sie zu träge sind, die schönen Titel komplett hinzuschreiben: “Otto GmbH & Co KG” wird zu Otto, “McDonalds Deutschland Inc.” wird zu “Burgergigant”, und aus “The Coca Cola Company” wird schlicht “Coca Cola”.
Die PR-Leute der Firma “ADVA Optical Networking” können das nicht mehr mit ansehen und haben eine Richtlinie aufgestellt, damit ihr Firmenname fortan verschont bleibe:
“Sehr geehrte Damen und Herren,
in der Vergangenheit wurde der Firmenname von ADVA Optical Networking häufig unvollständig wiedergegeben. Wir haben daher Richtlinien aufgestellt, die die korrekte Wiedergabe unseres Firmennamens beschreiben:
Die Firma sollte nie nur als “ADVA” abgekürzt werden. Unabhängig
von der bezeichneten Konzerngesellschaft muß die Firma stets als “ADVA Optical Networking” ausgeschrieben werden. Die Buchstaben “ADVA” sowie das “O” und das “N” in Optical Networking sollten stets gross geschrieben werden.”
Dieser Aufruf ging per Mail an Journalisten, auf der Presseseite ist der freundliche Hinweis leider nicht zu finden. Wir weisen an dieser Stelle gerne nochmal darauf hin.
Dank an Elmar für den Hinweis.
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