Warum eigentlich diese Anrufe?

3. April 2009
Von Björn Sievers

Sie, lieber Manz, nennen es “Nachfassen”, wenn ich mich richtig entsinne. Wobei das Nachfassen ja nur eine der beiden Anrufvarianten ist, die – zumindest aus Journalistensicht – typisch sind für Ihre Zunft ist. Denn Nachfassen bedeutet ja, dass es schon zuvor eine PR-Aktion gegeben hat: vielleicht einen ersten Anruf, eher jedoch eine Pressemitteilung oder Einladung. Daneben gibt es natürlich noch die Anrufe, mit denen der geneigte PR-Arbeiter ein Thema, eine Veranstaltung und gerne auch mal eine Pressemitteilung ankündigt.

Wie dem auch sei: Diese Anrufe nerven Journalisten. Das habe ich natürlich immer schon gesagt. Und jetzt endlich bestätigt mich eine Studie. Die dpa-Tochter News Aktuell und das Marktforschungsinstitut Faktenkontor haben herausgefunden, dass 42,9 Prozent der Journalisten “nervende PR-Leute” nerven. Also genauer genommen empfinden sie diese Gruppe ihrer Zunft als das schlimmste Übel in ihrem Job. Als unangenehm empfinden sie außerdem “auskunftsfaulen Pressestellen” – immerhin 40,2 Prozent. Die Scoops der Kollegen nerven dagegen nur 8,1 Prozent meiner Kollegen.

An meine Frage nach den Pressemitteilungen per E-Mail schließe ich damit eine weitere Frage an: Was bringt es eigentlich, das Nachfassen und das andere Anrufen, für das es bestimmt auch einen Fachbegriff gibt?

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Keine Kommentare zu “ Warum eigentlich diese Anrufe? ”

  1. … weil es etwas bringt - PRlen on 6. April 2009 at 19:11

    [...] Herr Sievers, Sie fragen doch nicht wirklich, warum PR-Leute “nachfassen”. Denn die Antwort ist sehr einfach: Weil es etwas bringt. [...]

  2. [...] Antwort in Sachen das liebe Telefon und die PR, lieber Manz, beruhigt mich einigermaßen. Solange Sie die Tanjas und die Anjas nicht auf uns [...]