Das SZ-Magazin auf PR-Wegen unterwegs

Das SZ-Magazin, lieber Manz, macht PR in eigener Sache. Oder sollte ich sagen: Das SZ-Magazin hält erst die linke und dann die rechte Wange hin? Jedenfalls hat sich das Magazin der „Süddeutschen Zeitung“ von morgen bereits heute im Netz publiziert. Das Heft fragt: „Wozu Zeitung?“ Und lädt dazu ein, online über die Frage – und natürlich auch das Magazin – zu diskutieren. Also, lieber Manz, diskutieren wir. Habe ich mir gedacht. Vor allem würde ich gerne wissen: Was halten Sie, also der PR-Arbeiter in ihrem Herzen, von dem Ansatz?

Denn es verhält sich ja so, lieber Manz: Da stellt die SZ ihr Magazin vorab ins Netz und ruft öffentlich zum Diskurs auf. Und genau der beginnt. Unmittelbar (auch weil die lieben Kollegen es nicht versäumt haben, andere liebe Kollegen vorab in Kenntnis zu setzen; geschickt, oder!?). Die kleine, feine deutsche Blogosphäre hat *schwups* ein neues Thema.

Stefan Niggemeier schreibt, warum man mit dem SZ-Magazin schöner sterben kann; Klaus Meier von der FH Darmstadt gibt fünf Tipps, wie die Kollegen mit ihrer Frage nach dem Sinn von bedruckten Papier eigentlich hätten umgehen sollen (ein herrlicher Verriss); Meier-Kollege Thomas Pleil weist ebenso auf die Aktion hin, wie der der Münchner Journalist Thomas Mrazek (und der tut das gleich nochmal auf onlinejournalismus.de).

Soweit ich PR verstehe, lieber Manz, ist das eine gelungene Aktion, oder?

Nur frage ich mich: Was ist mit den Inhalten? Werden die – aus PR-Sicht – zur Nebensache? Hauptsache, das Magazin ist im Gespräch? Oder schmerzt auch Ihr Herz, lieber Manz, wenn Sie lesen, dass die Rezensenten Niggemeier und Meier gleich mehrere Fehler im Druckwerk (und damit auch im Internet) finden?

Aus Journalistensicht, die ich hier ja vertrete, ist das jedenfalls: doof.

Update: Christian Jukubetz verzichtet auf einen Verriss, weil das Niggemeier und Meier schon so hübsch erledigt haben.

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2 Antworten auf Das SZ-Magazin auf PR-Wegen unterwegs

  1. Thomas Mrazek sagt:

    Meier heißt der Professor, nicht Meier. (-;

  2. Ups, ist korrigiert. Danke für den Hinweis! Ich wollte nur wissen, ob noch jemand wach ist 😉

  3. Pingback: PR à la Süddeutsche Zeitung Magazin | PRlen

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