Wenn ich einen Etat gewonnen hätte, lieber Manz, den ich als das größte Neugeschäft seit einem Jahrzehnt bezeichne, und wenn ich das mit viel Social-Media-Dings-und-Bums geschafft hätte, dann würde ich jetzt auch solche Dinge in Interviews sagen, wie Frank-Michael Schmidt, Chef von Scholz & Friends und Herr über die Vodafone-Kampagne:
“Das Fernsehen hat als Leitmedium abgedankt. Heute lockt es nur noch bei Großereignissen – wie einer Fußball-WM – die Massen vor den Bildschirm. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Kanäle durch das Internet vervielfacht, insbesondere durch den Rückkanal, der aus Rezipienten Produzenten macht. Wenn noch vor ein paar Jahren ausschließlich das TV-Gerät ein privates Publikum um sich versammelte, gewinnt heute die Interaktion der Communities rasant an Bedeutung. Erfolgreiche Marketingkommunikation muss den Menschen dort begegnen, wo sie sich aufhalten: medial und im wirklichen Leben. Nur wer das schafft, wird zu den Gewinnern des Wandels gehören.”
Aber wissen Sie, was seltsam ist, lieber Manz. Ich habe zwar keinen Etat gewonnen, nicht mal einen kleinen (da müsste ich mich ja auch erst mal bewerben, oder?). Aber ich sage solche Sachen trotzdem. Komisch.
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Sehr seltsam, dass die Menschen, die die Doktorväter der Berater von Scholz&Friends ausgebildet haben, schon vor einigen Jahren wussten, dass das Gerät namens Fernseher sowie das mobile Telefon beide die Zugangsgeräte sind, in denen sowohl TV als auch das Web konvergieren. Es scheint offenbar sehr schwer, mit einer Big Bertha von Callaway in der Hand auch noch das Gehirn anzuschalten, wenn es um technische Zugangsgeräte, Übertragungskanäle und die Verteilung und Aufbereitung von Gehalt oder Inhalt geht.
Weitaus schwieriger ist übrigens die angesprochene Begegnung, wenn man nur noch die Dicke Bertha auf Spyglass Hill schwingt…