Statusbetrachtung: Social Media, bist Du in der Krise?

Dieser Tage, lieber Sievers, breitet sich eine Welle aus. Spürbar schon seit Monaten. Und doch wurde es erst in den letzten Tagen richtig greifbar: Unsere Branche tut sich schwer, Social Media weiter (abstrakt) zu diskutieren.

Und auch mir geht es so: Es ermüdet, die schon zigmal diskutierten grundsätzlichen Erkenntnisse nochmals durchzukauen. Und dies immer schön theoretisch. Ja nicht der Praxis zuwenden, denn sonst könnte ja die Avantgarde mit unsachlicher, überheblicher differenzierter Kritik um die Ecke kommen.

Die Welle rollt. Doch wohin? Social Media scheint in der Krise zu sein. Die Betonung liegt jedoch auf dem “scheint”.

Denn: Ich sehe es ähnlich wie Olaf Kolbrück: Es sollte doch gar nicht (mehr?) um die bisher dominante Frage gehen, WIE Social Media betrieben werden MUSS. Oder sollte. Oder könnte.

Sondern um die Frage, was man daraus macht.

Als Privatperson. Als Unternehmen. Als Medium gar. Als SocialMediaEvangelistDigitalNativeExperte (weitere Stellenbeschreibungen bitte selbstständig ergänzen) oder als was auch immer.

Wenden wir uns doch einmal diesem Thema zu, lieber Sievers. Haben Sie Zeit und Lust, sich an – sagen wir – fünf (um in Ihrem Chargon zu bleiben: steile) Thesen zu wagen, die mehr bieten als das schon ein paar Mal gehörte?

Interessieren würde mich bspw., wie Sie als Vertreter der journalistischen Seite des Medienbetriebs die Frage nach Sinn, Zweck und Ziel des Einsatzes von Social Media beantworten. Aber Achtung, dass Social Media von Journalisten dazu genutzt werden kann, selbst zu Marken zu werden – das hatten wir schon. Und dass Social Media irgendwie so ne Art Revolution ist oder doch nur sein könnte – tja, das wissen wir ebenfalls.

Also, ran an die Tastatur. 5 Thesen zur sinnvollen Nutzung von Social Media; nein, noch besser: 5 Thesen zur Zukunft, zu Anwendungsmöglichkeiten – und zwar für Medienunternehmen. Am bestem gleich verknüpft mit einer Einschätzung, ob das ganze dabei hilft, (wieder) profitabel zu werden. Denn allzu gut geht es – im Gesamten betrachtet – Ihrer Branche ja gerade nicht.

Ich werde das kontern. In einem nächsten Post. Und versuchen Ansätze zu skizzieren, die einen Weg aus der Krise bedeuten. Ach ja! Wir haben ja gar keine Krise. Nur eine scheinbare. Also: Voran, lieber Sievers. Damit wir mal wieder was Sinnvolles tun.

Foto-Quelle: Michael Riedel/ Flickr

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